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Chronik

z. T. in den Formulierungen der jeweiligen Zeit.
1887
wurde in Winterthur (durch die damalige Methodistenkirche) der Bund der Jünglings- und Männervereine gegründet.
1932
besuchten ungefähr 50 Führer der Vereine das Bundesfest. Ihnen wurde die Bitte nahegelegt, der Gründung von Jungscharen intensive Aufmerksamkeit zu schenken. Die Erfahrung hatte gelehrt, dass gut geleitete Jungscharen ein gutes Reservoir für Jünglings- und Männervereine abgeben. Die Knabenjungscharen sollten nun nicht mehr "Junioren", sondern "Jungscharen" heissen.
1934
wollte man der Jungschararbeit neuen Antrieb geben. So wurden Richtlinien und Satzungen als Handreichung und Wegleitung herausgegeben. "Mit dem Pfadfinderbund wollen wir in brüderlicher Gemeinschaft den Dienst in der Knabenwelt tun...".
1935
wurde im August das erste Jungscharlager durchgeführt.
Die Pfadfindervereinigung beabsichtigte eine festere methodistische Bindung und ein einheitlicheres zielbewusstes Schaffen in der Knabenarbeit. Kurze Zeit später hatte der Pfadfinderbund der Methodistenkirche den Verlust des Gründers zu beklagen; die Verbindung zum Bund der Jünglings- und Männervereine wurde enger gestaltet und bald darauf löste sich der methodistische Pfadfinderbund auf.
1940
war die Jungschararbeit durch die Mobilisation im Zweiten Weltkrieg gefährdet. Der Mangel an geeigneten Leitern machte sich noch deutlicher. Auf private Initiative einiger Jungscharleiter mietete der Bund der Jünglings- und Männervereine in Degersheim ein Haus, in dem in den nächsten Jahren viele Jungscharlager stattfinden sollten.
In den nächsten Jahren konnte sich das Jungscharwerk trotz vielen Schwierigkeiten und inneren Spannungen halten. Dass für den Dienst an den Buben nicht mehr Verständnis in den Gemeinden gezeigt wurde, war für die Verantwortlichen schmerzlich.
1944
kamen in 14 Jungscharen ungefähr 200 Knaben zusammen. Durch die Einteilung in Regionalkreise versuchte man, die Jungschararbeit zielbewusster zu gestalten. Es gab jährliche Führerzusammenkünfte. Die wichtigsten Anliegen waren die Führerausbildung und Nachwuchsfragen. Sonntagsschullehrer und die jungen Prediger wurden angefragt, bei der Nachwuchsfrage mitzuarbeiten. Aus den Reihen der Jungscharleiter meldeten sich junge Männer zum Predigtamt.
1945
führte die Jungschar das erste Mädchenlager durch.
1946
nahmen an der Jungscharführertagung ungefähr 40 Leiter teil, die noch ziemlich jung waren. Viele der älteren Leiter verliessen die Jungschar, weil sie Militärdienst leisten mussten und fanden nachher nicht mehr zurück. So wurde besonders Gewicht darauf gelegt, diese jungen Menschen zu schulen. Sie mussten eine Leiterprüfung absolvieren.
1948
erhielt die Jungschar neue Uniformen. Das Malteserkreuz auf rotem Grund auf der rechten Brusttasche war das Symbol dafür, in dienender Liebe für Gott und den Nächsten zu leben. Das Interesse an Mädchenjungscharen war in vielen Gemeinden gestiegen. Die Mädchenjungscharen erhielten eine eigene Schweizerleiterin.
1949
hatten die Mädchenjungscharen einige Anfangsschwierigkeiten überwunden und erhielten 1950 Richtlinien und Satzungen. Der Weg zum Ziel sollte den verschiedenen Möglichkeiten der Mädchen- und Knabenarbeit angepasst werden.
1951
nahm man sich dem Problem der jungen Leiter besonders an. Diese konnten in ihrer Arbeit selten so durchhalten, wie wünschenswert gewesen wäre. So schlug man vor, dass Leiter unter 18 Jahren einen verständigen Mann als Berater an die Seite bekommen sollten.
1952
wurde das Ziel der Jungschar in den Richtlinien festgehalten: Die Jungschar sammelt die Jugend, um ihr auf ansprechende Art das Wort Gottes nahe zu bringen und sie mit dem Herrn Jesus Christus bekannt zu machen. Es sollten der Sonntagsschule entwachsene Kinder angesprochen werden.
1953
wurde durch das immer grösser werdende Werk ein Ausbau der Organisation der Jungschar nötig. Mädchen- und Knabenjungscharen erhielten je einen Schweizerleiter, die dem Jungscharsekretär verantwortlich waren und mit ihm zusammenarbeiteten.
1954
trafen sich in 34 Jungscharen 750 Knaben und Mädchen. Obwohl in den Gemeinden beheimatet, war das Arbeitsfeld der Jungschar auf der Strasse und auf Spielplätzen. Darum fand man auch viele kirchenfremde Jugendliche in ihren Reihen. Die Jungschar besass mit ihrer jugendgemässen Methodik eine grosse Anziehungskraft.
1957
wurde die Frage nach einem hauptamtlichen Sekretär immer wichtiger. Bis jetzt übte ein Prediger diesen Dienst neben seiner eigenen Gemeindearbeit aus.
1958
trafen sich die Jungscharleiter vermehrt zu Kaderkursen unter der Leitung ihres Sekretärs.
1959
weitete sich die Lagerarbeit weiter aus.
Zum ersten Mal fand ein eigenes Ferien- und Ausbildungslager für Jungscharleiter statt. Immer grösser wurde der Wunsch nach einem neuen, der Jungschararbeit besser entsprechendem Haus. Verschiedenes wurde geprüft, doch sollte die Realisierung auf sich warten lassen.
Körperliche Ertüchtigung als eines der Ziele.
1960
Immer wieder wurde darauf geachtet, das in den Richtlinien festgesetzte Ziel zu verfolgen: Knaben und Mädchen ab dem 9. Altersjahr zu sammeln und ihnen auf entsprechende Art das Wort Gottes nahe zu bringen und sie mit Jesus Christus bekannt zu machen. Auch wurde auf körperliche Ertüchtigung und Bereicherung des Wissens und auf Charakterbildung Wert gelegt.
1961
war das stark verjüngte Leiterkader eifrig bei der Arbeit. Doch Mangel an Reife erschwerte an manchen Orten die Jungschararbeit. Man erkannte, dass bei Beginn einer Jungschararbeit die Leiterfrage für drei Jahre geklärt sein muss.
1962
Viele Jugendliche hatten die Tendenz, sich den Entwicklungen der Zeit und der Welt anzupassen, die nicht mit dem Auftrag der Jungschar und der Kirche vereinbart werden konnten. Die Leiter setzten alles daran, die ihnen klar gestellte Aufgabe nicht aus den Augen zu verlieren. Verschiedene Mitarbeiterkurse wurden angeboten. Immer wieder war der Leitermangel zu beklagen, da viele der jungen Leute in ihrem Beruf überbeansprucht wurden.
1965
wurde besonders zu Kenntnis genommen, welch wichtigen Platz in der Jungschararbeit in der jetzigen Zeit der Abstinenzgedanke einnimmt.
1966
wurden vermehrt Kontakte zu Jungscharen der Evangelischen Gemeinschaft geknüpft.
1967
Das Jungscharhaus Brunnersberg konnte günstig käuflich erworben werden. Am 22. Oktober wurde die Übergabe offiziell gefeiert.
Die Zusammenarbeit mit der Evangelischen Gemeinschaft wurde intensiver (gemeinsame Sitzungen des Führerrates, gemeinsames Leiterblatt, Richtlinien wurden von der Evangelischen Gemeinschaft studiert).
1968
war das Jahr der Vereinigung der Methodistenkirche und der Evangelischen Gemeinschaft zur Evangelisch-methodistischen Kirche. In der Jungschar wurde die praktische Verwirklichung der Vereinigung vorangetrieben. Die Jungschar löste sich vom Männerwerk, und die Einführung der direkten Verantwortlichkeit gegenüber der jährlichen Konferenz wurde vorbereitet.
1969
wurde am Leiterkonvent die Vereinigung der Jungscharen vollzogen. Gemeinsame Richtlinien wurden gutgeheissen. Die Regionen erfuhren eine Neuaufteilung von 3 auf 5 Regionen).
Der erste schweizerische Leiterkurs wurde auf dem Brunnersberg durchgeführt.
1970
hielt man fest, dass städtische Agglomerationen mehr Mühe hatten, einen Gruppenbestand zu halten oder aufzubauen. Sieben erfahrene und reife Menschen stellten sich den Leitern als Schulungsleiter auf verschiedenen Sachgebieten zur Verfügung. Von der Konferenz kam die Zustimmung zu einem hauptamtlichen Sekretär.
1971
wurde am 3. Oktober das Jungscharhaus Brunnersberg eingeweiht.
1972
bemerkte man ein vermehrtes Interesse der Eltern an guten Ferienmöglichkeiten für ihre Kinder. 277 Kinder besuchten in diesem Jahr ein Lager. Die Schulungsleiter arbeiteten an einem Handbuch. Die Jungschararbeit wurde schwieriger. Beruflicher Totaleinsatz, Gleichgültigkeit oder modisch gewordene Auflehnung gegen Glaube und Kirche stahlen viele Kräfte.
Jugend + Sport - Ein Jahr nach der Gründung ist die Jungschar bereits dabei!
1973
wuchs die Jungschar trotz einiger Krisen. Es wurde ein Jahr der Selbstbestimmung - die Grundsätze wurden neu überdacht. Verhandlungen mit Jugend + Sport wurden geführt. Zu günstigen Bedingungen konnten nun Jugend + Sport-Leiter ausgebildet werden. Eine vollamtliche Jungscharsekretärin begann ihre Arbeit.
1975
wurde das Prüfungsreglement ersetzt. Nun stand selbstständiges Arbeiten im Vordergrund. Individualität und Freude beim selbstständigen Handeln sollten erlebt werden.
1976
beschäftigte sich der Jungscharrat mit den Fragen der Grundsätze. Vier Kriterien wurden wichtig: Generalklausel Jesu, aktuelle Situation, Prinzip der gemeinschaftlichen Anwendung und klare Begrifflichkeit. So entstanden 9 Dialekt-Grundsätze.
1978
bestand die Jungschar aus über 2000 JS'lern. Spezielle Aktivitäten zum Jahr des Kindes fanden statt. Es wurde bemerkt, dass viele Junge ab 13 Jahren die Jungschar verliessen. Wäre da ein Teenagerclub oder ähnliches gefragt?
1979
bemerkte man in der Schulung der Leiter vermehrt, dass neben allem Vermitteln von "technischem Wissen" aber vor allem Hilfe, im geistlichen Bereich nötig war.
Achziger Jahre
Immer wichtiger wurde die Frage nach Hilfen und Wegleitungen, die den persönlichen Glauben betreffen. Dieses Anliegen floss auch in die Schulungs- und Weiterbildungsarbeit ein. Mitte der achziger Jahre waren über 90 gemischte und getrennte Jungscharen an der Arbeit.
1996
wurde das erste gemischte Schweizertreffen über Pfingsten in Bremgarten AG durchgeführt.
1997
gab am 6. September der Jungscharrat das Ja zur Erarbeitung eines Konzepts für eine Homepage. Es wurde eine Internet-Spurgruppe gegründet und nach viel Arbeit traf die Gruppe den Termin für die Aufschaltung im Internet.
Jungschar Schweizertreffen 2000
1998
am 1. Mai bekam die Jungschar ihren ersten offiziellen Auftritt im World Wide Web.
1999
wurden am Konvent die neuen Richtlinien verabschiedet. Sie sind abgestützt auf die drei Schwerpunkte Schulung, Betreuung der Jungscharteams und Arbeiten mit Jahresschwerpunkten.
2000
fand das erste 10-tägige Schweizertreffen mit rund 800 Teilnehmenden und 250 Helferinnen und Helfern in Affoltern i.E. statt.
2005
folgte das nächste Schweizertreffen in Walliswil bei Wangen mit über 1000 Teilnehmenden.
2007
schloss sich die Jungschar Takano an. Takano ist die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen der EMK.
Neues Jungscharhemd
2010
führte die Jungschar ein neues Jungscharhemd ein. Das blaue Hemd mit grünen Knöpfen löst das graue Hemd ab.
TOP Letztes Update: 09.07.2010; Copyright © 2010 by JEMK. Alle Rechte vorbehalten.
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